Weihnachten, eine Revolution der Liebe

 

 

 

Bald hören wir wieder die Weihnachtsgeschichte von Lukas. Und immer, wenn ich an sie denke, dann fällt mir eine Spielkarte ein, auf der steht: „Gehe zurück auf Los“. Ich gehe zurück und schaue, wie es anfing mit diesem Jesus. Seine Zeugung, Geburt, Kindheit in Ägypten, dann wieder Palästina. Es war in der Zeit der Antike, unter römischer Weltherrschaft und griechischem Denken. Was in den biblischen Geschichten nicht aufgeführt ist, sind die Lebensgesetze dieser Zeit. Denn für die ersten Christen waren sie noch Realität. Nicht erwähnenswert.

 

Jesus Lebensbeginn stand schon unter dem Skandal. Unehelich und als Geflüchteter. Als er mit ca. 30 Jahren auf Wanderschaft ging um das Reich Gottes zu predigen, brachte er seine ganze Familie, die weitere Sippe und sein Dorf Nazareth in Verruf indem er sich somit weigerte, für den Unterhalt seiner Mutter und Familie zu sorgen. Was der Einzelne tat oder nicht tat, das fiel auf alle zurück. Damals waren die Lebensvorgaben durch die Geburt geregelt, waren sehr eng und man verhielt sich schändlich allen gegenüber, wenn man davon abwich. Heute kaum mehr vorstellbar.

 

Oder doch?

 

 

 

Fast jedes Weihnachten kommt mir in den Sinn, dass ich es eigentlich gerne etwas anders feiern würde. Doch da sind die Erwartungen der Familie, der Kinder und Enkelkinder. Die Erwartungen, dass es so abläuft, wie man es gewohnt ist. Jede Familie hat so ihre eigenes Weihnachtserbe. Schwer, sich daraus zu lösen. Auch ohne es gleich Skandal zu nennen.

 

 

 

Und wenn ich auf die Bedeutung von Jesu Leben schaue, dann fällt mir auf, dass er in allem den Willen seines Abba-Vaters verkündete. Und jedes seiner Gesetzes-Überschreitungen, der Thora, der römischen Gesetze, der der Familie, des Dorfes und des Tempels, war ein Überschreiten auf die Liebe hin! Wenn ein Gesetz der Liebe Gottes zu den Menschen widersprach, dann hat Er der Liebe gedient, nicht dem Gesetz.

 

 

 

Für uns bedeutet das: Alles Gesetz unter dem wir leben und das nicht der Liebe dient, dürfen wir im Namen Jesu Christi auf sie hin überschreiten!

 

Damit stehen wir bei Ihm, damit geben wir der Bedeutung des Namens „Christ“ alle Ehre. Und Er sagt: „Fürchtet euch nicht“!

 

Das ist die Revolution der Weihnacht.

 

 

 

In diesem Sinn soll euer Weihnachtsfest und das kommende Jahr gesegnet sein!

 

 

 

Evelyn Globig-Meyer